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4. Viktor Frankl Symposium 2011 - Sinn und Verantwortung
Bilder vom Viktor Frankl Symposium 2011 [hier klicken]
„Es ist etwas Furchtbares um die Verantwortung des Menschen – doch zugleich etwas Herrliches! Furchtbar ist es: zu wissen, dass ich in jedem Augenblick die Verantwortung trage für den nächsten; dass jede Entscheidung, die kleinste wie die größte, eine Entscheidung ist ‚für alle Ewigkeit’; dass ich in jedem Augenblick eine Möglichkeit, die Möglichkeit eben des einen Augenblicks, verwirkliche oder verwirke. Nun birgt jeder einzelne Augenblick Tausende von Möglichkeiten, ich aber kann nur eine einzige wählen, um sie zu verwirklichen. Alle andern aber habe ich damit auch schon gleichsam verdammt, zum Nie-Sein verurteilt, und auch dies ,für alle Ewigkeit’! Doch herrlich ist es: zu wissen, dass die Zukunft, meine eigene und mit ihr die Zukunft der Dinge, der Menschen um mich, irgendwie – wenn auch in noch so geringem Maße – abhängig ist von meiner Entscheidung in jedem Augenblick. Was ich durch sie verwirkliche, was ich durch sie ‚in die Welt schaffe’, das rette ich in die Wirklichkeit hinein und bewahre es so vor der Vergänglichkeit.“
(Viktor E. Frankl: „Ärztliche Seelsorge“. 11., überarbeitete Auflage 2005, Deuticke,
S. 77)
Was lohnt sich, in die Wirklichkeit hinein gerettet zu werden? Was sagen wir dazu in Zeiten von Finanzkrisen und Skandalen, von Natur- und Umweltkatastrophen, von Bürgerprotesten und Bürgerkriegen, von Schul- und Lehrerbildungsreformen? Wie begleiten wir unsere Jugend bei der Suche nach Sinnperspektiven?
Friedrich Fuchs
Vizerektor
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